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Diversity und Innovation gehören zusammen, das ist nichts neues. Dass ein Messe-Kongress für Frauen als innovatives Projekt ausgezeichnet wird, schon.

Eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählte die women&work aus über 2.000 Bewerbungen zu einem der Sieger in der Kategorie Wirtschaft. Der Preis wird am 5. Mai im Rahmen der diesjährigen women&work im Plenargebäude des World Conference Centers in Bonn überreicht.

“Die ‚Ausgewählten Orte 2012‘ sind Ideen, die begeistern, von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland“, so der künftige Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen.

Studien belegen: Frauen führen anders als Männer. Und Unternehmen mit Frauen im Management sind erfolgreicher als andere. Was können Politik und Wirtschaft tun, um von weiblichen Kompetenzen zu profitieren?

Dr. Monika Henn, Referentin der women&work am 5. Mai 2012 in Bonn, schreibt dazu: http://tinyurl.com/89b2ekc

Bei 53% Bevölkerungsanteil in einem hochindustrialisierten Land mit einer Exportquote zum Träumen und einen Wirtschaftswunder selbst in Krisenzeiten müsste es doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass Frauen mit mehr Selbstverständnis als bisher im Wirtschaftsleben ankommen dürfen.

Eigentlich…

Traurigerweise sind es dann Nachrichten wie diese “Keine Chance für Frauenquote bei Siemens” mit der Begründung “die Forderung sei verfassungswidrig, da sie gegen das geschlechtsspezifische Diskriminierungsverbot verstoße” bei denen man sich fragt, ob unsere Gesellschaft wirklich schon im 21. Jahrhundert angekommen ist

Geht’s noch?!

Angela Merkel, „global agierend und mit einem ausschließlich weiblich besetzten Büro“, bekommt den von Henkel und McKinsey ins Leben gerufenen Diversity-Preis…

Ist Monokultur nicht wider Diversity? Und hätte den Preis nicht eher eine Frau von der Leyen verdient, die sich aktiv und gegen alle Widerstände für Quote und Gleichstellung einsetzt !?

So rutscht das wirtschaftlich wichtige Thema Diversity in die „Klatschspalten-Ecke“ und wird ad absurdum geführt ! Schade eigentlich – der Sache dient es nicht!

Female Recruiting Award 2011Die Unternehmen, die bei den Messebesucherinnen der women&work 2011 einen bleibenden Eindruck hinterließen und in der Gunst der Frauen besonders positiv wahrgenommen wurden, waren die BAYER AG vor der adidas Group und Robert BOSCH.

„Mit der Befragung der Messebesucherinnen haben wir ein direktes Stimmungsbild von der Messe bekommen, welche Unternehmen es bei den Frauen besonders gut geschafft haben, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. „Bewertungskriterien waren der Print-, Online und Messeauftritt. Mit dem so genannten ‘Female Recruiting Award’, den wir auf der women&work 2011 erstmalig verliehen haben, möchten wir Unternehmen motivieren, die gezielte Ansprache qualifizierter Frauen zu verstärken.“

Die Liste der Top 10 im einzelnen:

1. BAYER AG
2. adidas Group
3. Robert BOSCH
4. Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG
5. Merck
6. Deutsche Telekom
7. Allianz
8. REWE
9. Vodafone
10. The Boston Consulting Group

[Link]

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Wie das DIW in seinem Wochenbericht 3/2011 aufgezeigt hatte, liegt der Anteil der Frauen in Vorständen bei den Top 200 Unternehmen bei nur 3,2 Prozent. Das enspricht 29 von 906 Posten. Bei den Aufsichtsräten sieht es mit 10,6 Prozent etwas besser aus. Jedoch ist dies darauf zurückzuführen, dass die meisten Frauen von Arbeitnehmervertretungen entsandt wurden.

“Dass der heutige Frauenquotengipfel ohne eine gemeinsame Erklärung mit Zahlen, Strategien und Zielen zur Erhöhung des Frauenanteils in Vorständen und Aufsichtsräten zu Ende ging, ist eine verpasste Chance, schnell zu nachhaltigen Veränderungen zu kommen“, kommentiert  PD Dr. Elke Holst, Ökonomin und Forschungsdirektorin Gender Studies am DIW Berlin. „Es ist enttäuschend, dass die DAX30 Unternehmen keine Entschlossenheit zeigen und sich nicht zu konkreten Zielen durchringen konnten. Ich vermisse bei den Unternehmen kreative Ideen, wie sie ihre Ziele zu einer deutlichen Erhöhung des Frauenanteils schnell erreichen wollen“.

 

“Bei solch niedrigen Ausgangsniveaus versprechen verbindliche Fahrpläne mit expliziten Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Spitzengremien einen größeren Erfolg als unkonkrete Absichtserklärungen”, so Elke Holst.

Bundesministerin Frauen von der Leyen hatte am 30. März 2011 in der FAZ einen Anteil von 30 Prozent gefordert.

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